Freitag, 2. Mai 2008  

Es ist 07:10 h, als der Wecker klingelt. Wie immer war Axel als Erster aus dem Bett und im Badezimmer verschwunden. Auch ich sputete mich wenig später in den Tag, denn das leckere Frühstück wartete. Das Übliche im Badezimmer, Einschmieren mit Sonnenmilch und die Rudermontur anziehen dauerte etwas, war am 7. Tag unserer Rudertour aber schon selbstverständlich. Außerdem hatten wir wieder prima Wetter und so saßen wir um 07:50 h im Saal unseres Gasthauses am Frühstückstisch. Die letzten Akteure unserer überschaubaren Truppe waren um Punkt 08:00 h BB Jäh und BB Goldbeck. Nachdem sich jeder gestärkt hatte, trat zum letzten Mal unser Fahrtenleiter BB Bernd in Aktion. Trotz seines Handicaps ließ er es sich nicht nehmen, bis zum Freitagabend durchzuhalten. Er teilte die Mannschaften ein und verteilte die Tagesstrecke. Sie sollte von Königswusterhausen gehen und am Ruderclub Wiking enden. So fuhren wir um 09:00 Uhr geschlossen Richtung Wasser. Nach einer Stunde Fahrt hatten wir den RC Königswusterhausen erreicht und bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel machten sich die BB`s Zwirtz, Jäh und Scheer in der Mygg sowie die BB`s von Starck, Rasputin, und ich um 10:00 h auf das Wasser Richtung Berlin. Es war eine wunderbare Fahrt bis zur Regattastrecke Grünau. Ein See folgte dem anderen, das Wasser war ruhig, der Blick ging ins Weite und um  ½ Eins h waren wir am Treffpunkt für die Mittagspause. Vorher verabschiedeten wir uns in Schmöckwitz von der Dahme und begrüßten wieder die Spree. Kurz danach konnte man sich auf der Olympiastrecke von 1936 vorstellen, was eine Strecke von 2 Km darstellt, wie man mit 5 anderen Mitstreitern um den Sieg ringt und nachher im Zieleinlauf vor großem Publikum mit Applaus für die Leistung und Spannung belohnt wurde. So habe ich es mir jedenfalls vorgestellt. Einfach eine wunderbare Regattastrecke, die Bootshäuser im Original anzusehen, an der Tribüne vorbeizurudern, es weht noch immer ein Hauch Geschichte um diese Anlage. Nach einer Stunde waren wir ausreichend gestärkt für den letzten Abschnitt, der sich größtenteils auf dem Teltowkanal abspielte. Um 13:30 h ging es also weiter, BB Goldbeck kam für BB Rasputin in die Sigyn, und schwups waren wir am Beginn des Teltowkanals.  Wir sagten kurz Servus zur Spree, sollten wir sie doch am Samstag schon wieder sehen. Was dann kam, war Tristesse pur. Ca. 4 Km Kanal, leichte Rechtskurve, ca. 8 Km Kanal, leichte Rechtskurve, und als keiner mehr daran glaubte, waren wir am Wasserstraßenkreuz und am Steg des RC Wiking angelangt. Außer 4 Regentropfen und ein paar dunklen Wolken war nichts passiert. Um 15:15 h legte die Sigyn mit seiner Besatzung am Steg an, und um 15:30 h saßen wir am Kaffeetisch im Clubhaus und tranken einen Pott des besten Spülwassers, was es je gab. Denn dieses Spülwasser erinnerte im Geschmack leicht an Kaffee. Auch Milch und Zucker konnten den Geschmack des Gebräus nicht abmildern, und so verließen wir eine ¼ Stunde später die heiligen Hallen des RC Wiking. Fix ging es also zurück ins Quartier im schönen Köthen, wo 1 Stunde später schon wieder Kaffe und Kuchen(Pflaume, Rhabarber) auf die tapferen Ruderrecken warteten. Nach einem kleinen Schlepziger (Pils) ging es zum Duschen, und pünktlich um 19:30h kam die Fischplatte „Zander“. Köstlich, aber leider fehlte wie immer eine Suppe, ein Salat und eine Portion Mischgemüse. So wurde ich auch heute wieder nicht richtig satt. Aber BB Jäh muss das gespürt haben, denn um 21:30 h kam auf einmal die Wirtin mit einem Riesentablett voll Eisbechern daher. Ein gelungener Abschluss unseres Aufenthaltes in Köthen. Auch Chips und Erdnüsse wurden aufgefahren und so ging es mit der Last-Order und dem Erzählen von vielen Geschichten rund um den Urlaub um 22:00 Uhr ins Bett.