Montag, 28. 4. 2008  
Heute konnte die Anfahrt mit dem PKW zum Einsatzort der Boote entfallen – der Start konnte direkt von unserem Quartier am Köthener See erfolgen. Bei guter Laune, herrlichem Ruderwetter und erstaunlicherweise ganz ohne Hektik legten wir um 9 Uhr mit dem Ziel Klein Köris ab.
Genauso reibungslos verlief dann auch die erste Etappe bis zur Schleuse Märkisch Buchholz. Bootsschleppe – also umtragen - war angesagt. In bester Teamarbeit wurde das Boot auf die Lore gebracht, dann auf die andere Seite, flussabwärts, gefahren um dann im Unterwasser unsere Fahrt fortzusetzen. – Und dann passierte es, dass Berndt auf der mit feinkörnigem Sand bestreuten Betonschräge ausrutschte. Sicherlich aus Verantwortung gegenüber Boot und Mannschaft hielt er das Seil der Lore fest in seinen Händen. Es half nichts – der Fall war nicht zu vermeiden! Der Schreck und unsere Anteilnahme waren dann groß, halfen Berndt aber nicht viel. Große Schmerzen verhinderten ab sofort eine weitere aktive Teilnahme während dieser Wanderfahrt.
Zum Glück blieb der Sturz, wie sich dann später rausstellte, ohne schlimme Folgen. Abgesehen von einer eingeschränkten Beweglichkeit bei seiner nach der Wanderfahrt folgenden Skatreise nach Spanien.

Für Berndt stieg nun Gerd in die Sygin und die Fahrt ging dann weiter, ohne weitere Hindernisse, bis zur angesetzten Pause an der Schleuse Prieros. Um 16 Uhr starteten wir dann durch zur letzten Etappe, unserem heutigen Tagesziel in Klein-Köris. Na ja, so ganz ohne Problemchen ging es ja dann doch nicht: der Landdienst unterrichte uns per Handy (was haben wir früher nur ohne gemacht?), dass er uns bereits am Anfang des Klein-Köriser-Sees auf der Steuerbordseite empfangen werde, ein weisser Papierkorb wurde als Landmarke angegeben. Den konnten wir aber vom Wasser aus nicht sehen, der Landdienst nahm, wie wir später erfuhren, gerade seinen 5-Minuten-Schlaf. So fuhren wir dann auf der Suche nach einem weißen Papierkorb weiter und weiter und weiter ….
Nach dann fast 3 km Fahrt über das angesagte Ziel hinaus musste wir dann zurück – diesmal gegen die doch steife Brise, die uns bis eben noch geschoben hatte. Wer das kennt, versteht auch die etwas mürrische Stimmung und leichte Gereiztheit. Aber genauso schnell war dann wieder die übliche Zufriedenheit da, wie sie nach abrudern der Tagesetappe üblicherweise die Ruderer ausfüllt.
Auch zum Quartier war es ja dann nicht mehr weit und hier konnte der etwas niedrige Flüssigkeitspegel der Aktiven wieder aufgetankt werden. Diesmal allerdings beim Nachbarn mit dem seltsamen Namen „Pension Schafspelz mit Restaurant Bärengewölbe“
Und das Angebot auf der Speisekarte „Rinderroulade“ regte unseren Appetit an. Dem Vorchlag von Hans, zum Abend für alle Rouladen zu bestellen und einen günstigen Preis auszuhandeln, stimmte die Allgemeinheit sofort zu. Leider konnte Hans, trotz seiner umfangreichen Erfahrung und mit den verschiedensten Verhandlungsmethoden keinen Abschluss erreichen – die Wirtin gab sich vollkommen überfordert und desinteressiert.
Na dann eben nicht! Es wurde kurzentschlossen umdisponiert und in Groß Wasserburg der Biergarten aufgesucht, das deftige Essen wegen der geringen Temperaturen in den Gasträumen eingenommen. Anschließend beendeten wir den Tag bei Bier oder Wein – ohne Rouladen – aber bei bester Stimmung.