Chronik vom 15.05.2010

Chronist: Jörg Goldbeck

 

 
   

Ausklang

 

Heute ist also unser letzter Tag. Ein Blick aus dem  Fenster direkt nach dem Aufstehen verhieß nichts Gutes. Es regnete ziemlich heftig. Der Himmel war grau und trüb und auch die Temperatur schien sich dem Gefrierpunkt zu nähern. Rudern bei diesem Wetter? Na, wir werden sehen. Das Wetter wird ja bekanntermaßen im Bootshaus oder bei den Booten an der Einsatzstelle gemacht.

 

Das Frühstück war wie immer in den letzten Tagen lecker und bot doch etwas Besonderes. Ich hatte meine Frau am Vorabend aus Berlin geholt, damit sie unser Auto nach Berlin fahren konnte, denn inzwischen war die Mannschaft doch sehr geschrumpft und wir brauchten jeden Mann im Boot. Auch so war der Fasolt nur noch mit drei Mann und einem Steuermann zu rudern- wie schon am Vortag. So hatten wir also die seltene Gelegenheit, das Frühstück mit einer Bundesschwester zu teilen.

 

Die Fahrt nach Potsdam verlief ziemlich schnell und angenehm, hatten wir doch genug Platz in den Autos. Doch es regnete weiter und auch am Potsdamer Ruderverein hörte es

nicht auf. Der Ruderwanderpropst war dennoch fürs Rudern nach Hause in unser kleines Bootshaus. Der Rest des Mannsschaft sah dies nicht so und so brach dann erst einmal ein allgemeines Palaver aus - wie es eben zwischen erwachsenen Männern so üblich ist. Es siegten schließlich die Ruderunwilligen, so dass wir dann doch nach ungefähr einer halben Stunde des Diskutierens wieder in den Autos saßen und die Boote einsam auf den grünen Rasen am Ufer des Templiner Sees zurückließen.

 

Das war dann das etwas traurige Ende unserer Wanderfahrt, denn im Bootshaus angekommen, verabschiedeten wir uns zügig und fuhren in die immer noch beheizten Wohnungen.

 

Eine trotz aller Wetterunbilden und anderen Missgeschicken doch wieder gelungene und amüsante Ruderfahrt, die auf eine weitere Fahrt im nächsten Jahr hoffen lässt.

Nachtrag: Unsere beiden Boote, der Gungnir und der Fasolt, wurden in der folgenden Woche nach Berlin zurückgerudert - der Fasolt sogar als Dreier ohne Steuermann.

 

 

 

 

                        

 

Wanderfahrt 2010- Übersicht